Mit der Osmo 360 bringt DJI Ende Juli seine erste eigene 360-Grad-Kamera auf den Markt – und positioniert sich damit als ernstzunehmender Herausforderer für Insta360 und Co. Der Markt für immersive Rundumaufnahmen boomt, und DJI kombiniert hier seine Expertise in Bildverarbeitung und mobile Videotechnik mit einem klaren Fokus auf hochwertige 360°-Contentproduktion. Bereits vor dem offiziellen Launch am 31. Juli 2025 sorgen erste Leaks und ein inzwischen wieder gelöschtes Hands-On-Video für Aufmerksamkeit.
- 8K-Aufnahmen mit 25 fps und 10-Bit D-LOG-M für erweiterte Nachbearbeitung
- 1/1.1 Zoll Sensor mit 4.000 × 4.000 Pixeln – optimiert für 360°-Formate
- 128 GB interner Speicher, wasserdicht bis 10 Meter
- Smartphone-App und Desktop-Studio mit Reframing-Tools ähnlich wie bei Insta360
Starker Einstieg mit Fokus auf Bildqualität
Die DJI Osmo 360 setzt auf einen vergleichsweise großen 1/1.1-Zoll-Sensor, der speziell für den Einsatz in 360°-Formaten optimiert wurde. Anders als bei rechteckigen Sensoren wird hier die Sensorfläche deutlich effizienter genutzt – insbesondere bei vollsphärischen Aufnahmen. Das Resultat: mehr nutzbare Pixel pro Grad und damit höhere Auflösung im finalen Bild. Besonders bei Tageslichtaufnahmen wirkt das Material laut Vorabtests detailreicher und dynamischer als bei Konkurrenzmodellen mit ähnlichen Auflösungen.
Ein besonderes Highlight ist die Unterstützung von 10-Bit-Farbtiefe und D-LOG-M, was deutlich erweiterten Spielraum in der Farbkorrektur und Nachbearbeitung bietet. Während viele Consumer-360-Kameras bislang nur auf 8-Bit setzen, liefert DJI damit ein wichtiges Argument für Creator, die professionell arbeiten oder maximale Qualität für VR-Produktionen und Social Media Reels erwarten. Videos werden mit 8K bei 25 fps aufgenommen – im Bereich der portablen 360°-Kameras aktuell das obere Ende der Fahnenstange.
Durchdachte Ausstattung mit Kompromissen
Im Vergleich zur Insta360 X5, dem derzeit dominierenden Modell im Segment, geht DJI einen etwas anderen Weg: Während Insta360 auf austauschbare Linsen und eine höhere Wasserdichtigkeit (bis 15 Meter) setzt, bietet die Osmo 360 fest verbaute Linsen und ist bis 10 Meter wasserdicht. Für die meisten Anwendungen dürfte das völlig ausreichen – etwa beim Tauchen mit Case oder bei Actionaufnahmen in flachen Gewässern.
https://youtu.be/hOjGLEf0LKY?si=SAtqUm6BSgxGUFqe
Der integrierte 128 GB Speicher ist ein weiterer Pluspunkt, reduziert er doch die Notwendigkeit externer Speicherkarten. DJI will offenbar eine Lösung bieten, die „ready-to-shoot“ funktioniert – ohne kompliziertes Zubehör oder lange Setup-Zeiten. Auch softwareseitig zieht man mit der Konkurrenz gleich: Die Reframing-Funktionen sollen sowohl über eine Mobile-App als auch in einer Desktop-Studio-Anwendung verfügbar sein – ideal für flexible Workflows zwischen Smartphone und PC.
Fazit
Mit der Osmo 360 erweitert DJI sein Portfolio erstmals um eine 360°-Kamera und liefert auf Anhieb ein spannendes Paket ab. Der Fokus auf hohe Bildqualität, professionellen Farbraum und einfache Bedienung dürfte besonders Content Creator und Vlogger ansprechen. Zwar fehlen modulare Features wie bei der Insta360 X5, doch DJI kompensiert das mit starken Spezifikationen und einem praxisnahen Design.
Der offizielle Marktstart erfolgt am 31. Juli 2025, der Preis wird voraussichtlich im oberen Consumer-Segment liegen. Weitere Details dürften zum Launch-Event bekannt gegeben werden.
