RingConn auf der IFA 2025: Smart-Ring mit Blutdruckmessung vorgestellt

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Minuten Lesezeit
RingConn auf der IFA 2025
Bild: RingConn

Auf der diesjährigen IFA in Berlin sorgt RingConn, einer der führenden Hersteller von Smart Rings, für Aufsehen. Vom 5. bis 9. September präsentiert das Unternehmen in Halle 15, Stand 105, erstmals ein Blutdruck-Feature, das künftig Teil der RingConn-Produktfamilie werden soll. Besucher können die Technologie bereits in einer Demo ausprobieren, bevor sie im kommenden Jahr offiziell in die Geräte integriert wird. Damit geht RingConn einen wichtigen Schritt in Richtung präventiver Gesundheitsüberwachung im Alltag.

  • Neues Blutdruck-Feature erstmals als Demo auf der IFA 2025 vorgestellt
  • Einmalige Kalibrierung mit Manschettengerät, danach kontinuierliche Messungen über die App
  • Frühzeitige Erkennung von Hypertonie-Mustern durch regelmäßige Überwachung
  • Bereits über 250.000 RingConn-Nutzer weltweit mit Gen 2 und Gen 2 Air

Fortschritt bei einer der größten Herausforderungen der Wearable-Branche

Die kontinuierliche Blutdrucküberwachung gilt bis heute als eines der schwierigsten Themen im Wearable-Bereich. Während Puls, Schlaf oder Sauerstoffsättigung längst zuverlässig gemessen werden können, erfordert die präzise Erfassung des Blutdrucks bisher komplexe Geräte mit Manschetten. RingConn arbeitet seit seiner Gründung daran, diese Barriere zu durchbrechen.

Mit der IFA 2025 zeigt das Unternehmen nun einen entscheidenden Fortschritt: Das vorgestellte Feature soll Nutzenden künftig ermöglichen, den Blutdruck regelmäßig und ohne zusätzliche Geräte direkt am Finger zu erfassen. Ein wichtiger Aspekt ist die einmalige Kalibrierung mit einem klassischen Messgerät im Abstand von 28 Tagen. Anschließend liefert der Ring tägliche Werte an die zugehörige App. Diese Daten helfen, Entwicklungen im Blutdruckverlauf zu erkennen, die bei sporadischen Messungen oft verborgen bleiben.

Gerade angesichts der globalen Dimension des Problems ist der Ansatz relevant: Laut WHO leiden mehr als 1,1 Milliarden Menschen weltweit an Bluthochdruck, doch weniger als ein Fünftel hat die Krankheit im Griff. Frühzeitige und regelmäßige Überwachung kann helfen, Risiken wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Organschäden rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Potenzial für Gesundheitsmanagement im Alltag

RingConn betont, dass das neue Feature weit über eine reine Messfunktion hinausgeht. Durch die kontinuierliche Überwachung können auch versteckte Muster erkannt werden – etwa nächtliche Hypertonie, Weißkittel-Effekte oder langsame Veränderungen über längere Zeiträume. Diese Faktoren bleiben bei gelegentlichen Messungen oft unentdeckt, sind jedoch entscheidend für die richtige Diagnose und Behandlung.

Für die Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das, dass Gesundheitsinformationen nahtlos in den Alltag integriert werden können. Der Smart Ring ist unauffällig, rund um die Uhr tragbar und bietet im Gegensatz zu Blutdruckmanschetten eine komfortable Nutzung ohne großen Aufwand. Parallel dazu kündigt RingConn eine freiwillige Testphase an, bei der interessierte Anwenderinnen und Anwender die Funktion in einem frühen Stadium erproben und Feedback geben können. Dies soll helfen, die Genauigkeit und Zuverlässigkeit des Features vor der Markteinführung weiter zu optimieren.

Wachsende Präsenz auf dem Wearable-Markt

Mit den bestehenden Modellen RingConn Gen 2 und Gen 2 Air hat das Unternehmen bereits eine solide Basis geschaffen. Über 250.000 Nutzer weltweit greifen inzwischen auf die Smart Rings zurück – ein deutlicher Hinweis auf die steigende Nachfrage nach tragbaren Gesundheitslösungen. Das neue Blutdruck-Feature könnte diesen Trend noch verstärken und die Position von RingConn im globalen Wettbewerb mit anderen Wearable-Herstellern weiter festigen.

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Fazit

Mit der Präsentation des Blutdruck-Features auf der IFA 2025 markiert RingConn einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung smarter Gesundheitsgeräte. Die Möglichkeit, Blutdruckwerte regelmäßig und unkompliziert am Finger zu messen, könnte das persönliche Gesundheitsmanagement nachhaltig verändern. Noch ist die Funktion in der Testphase, die offizielle Markteinführung wird für 2026 erwartet. Interessierte können sich bereits jetzt auf der IFA ein Bild davon machen, wie tragbare Technologien in Zukunft die Prävention und Früherkennung von Krankheiten unterstützen werden.