Der Philips Evnia 32M2N8900 ist eines der spannendsten QD-OLED-Displays des Herstellers, kombiniert der Gaming-Monitor doch eine 4K-Auflösung mit 240 Hertz und der Ambiglow-Technologie. Ob sich ein Kauf lohnt, erfährst du in unserem Test.
Technische Daten
| Produkt | 32M2N8900 |
| Display-Größe | 31,5 Zoll |
| Auflösung | 4K (3.840 x 2.160 Pixel) |
| Bildschirmaktualisierungsrate | 240 Hz |
| Panel-Typ | QD-OLED |
| Bildschirmoberfläche | Anti-Glare |
| Bildformat | 16:9 |
| Helligkeit | 250 cd/m² (SDR); 450 cd/m² (HDR) |
| Kontrastverhältnis | 1.500.000:1 |
| Bildschirmfarben | 1,07 Milliarden |
| Farbraum | 99 % DCI-P3 |
| Betrachtungswinkel | H: 178° / V: 178° |
| Krümmung | keine |
| Reaktionszeit | 0,03 ms (GtG) |
| Anschlüsse |
|
| Audio-Anschlüsse | 1x 3,5-mm-Klinke |
| Integrierte Lautsprecher | ja |
| Farbe | Schwarz |
| VESA-Aufhängung | 100 x 100 mm |
| Preis | € 829,90 * |
Philips Evnia 32M2N8900 Test: Weißer Riese mit Fehlerchen
- edles, weißes Design
- tolle AmbiGlow-Beleuchtung
- Verarbeitung nicht fehlerfrei
Optisch gibt der Philips Evnia 32M2N8900 eine exzellente Figur ab. Im Gegensatz zu den meisten Gaming-Monitoren setzt der Hersteller bei diesem Modell auf ein weißes Gehäuse mit silbernem Rahmen an der Vorderseite, wobei drei Seiten natürlich rahmenlos daherkommen.
Damit passt der Monitor natürlich perfekt in weiße, helle Gaming-Setups. Das grundlegende Design erinnert dabei, vom Aufbau her, dann den (schwarzen) Evnia 34M2C6500, den wir im November 2024 bereits testen konnten.
Wie bei dem Geschwistermodell, erfolgt auch der Aufbau des Philips Evnia 32M2N8900 werkzeuglos. Einfach Standfuß und Halterung verschrauben, in die Rückseite des Monitors einsetzen und schon kann es losgehen. Im aufgeräumten Lieferumfang findest du sämtliche Kabel, die in irgendeiner Form nötig sein könnten. Sogar an ein DisplayPort-Kabel hat der Hersteller gedacht.
Das Design kommt angenehm schlicht daher. Lediglich ein Evnia- und Philips-Logo auf der Vorderseite verraten den Hersteller. Hinten gibt es durchdachte Designs wie eine Headset-Halterung und eine Kabelführung.
Hinten kommt zudem die bekannte Ambiglow-LED-Beleuchtung zum Einsatz, die in meinen Augen die Immersion beim Spielen oder betrachten von Inhalten merklich verbessert. Dafür gibt es insgesamt 18 LEDs sowie einen vertikalen Streifen in der Mitte, die – auch mithilfe von KI-Funktionen – für eine Hintergrundbeleuchtung sorgen, die sich farblich und hinsichtlich des Rhythmus an den Inhalten auf dem Bildschirm beziehungsweise dem Ton orientieren.
Das sieht nicht nur richtig cool aus, sondern zieht dich auch deutlich tiefer ins Geschehen hinein. Besonders, wenn die LEDs eine Fläche hinter dem Monitor anstrahlen können. Das Ganze lässt sich nur schwer in Fotos festhalten, bietet aber beim Zocken oder Anschauen von Inhalten einen echten Mehrwert.
Der Monitor setzt auf eine Bilddiagonale von 31,5 Zoll und bringt, mit Standfuß, 9,65 kg auf die Waage. Natürlich ist auch eine Wandmontage möglich, diese erfolgt über eine VESA 100×100-Bohrung, dafür wird aber die im Lieferumfang enthaltene Montageplatte benötigt. Ohne Standfuß kommt das Display dann noch auf 8,18 kg, womit die meisten Monitorarme kein Problem haben sollten.

Punktabzug gibt es leider hinsichtlich der Verarbeitung: Einerseits ist der Standfuß, wie schon beim Evnia 34M2C6500 etwas wackelig, andererseits ist der Rahmen nicht vollends sauber verklebt, sodass sich hier mehr oder weniger große Spaltmaße auftun. Die kann man zwar, durch Zusammendrücken, etwas minimieren, das geht aber definitiv besser.
Anschlüsse, Ausstattung und Bedienung
- moderne Anschlussauswahl
- exzellente Ausstattung
Der Philips Evnia 32M2N8900 richtet sich zweifellos an anspruchsvolle Anwenderinnen und Anwender und die werden mit dem QD-OLED-Monitor exzellent bedient. Hinsichtlich der Anschlussauswahl ist der Monitor sehr gut aufgestellt. Folgende Ports stehen dir zur Verfügung:
- 2x HDMI 2.1 (bis 240 Hz)
- 1x DisplayPort 1.4 (bis 240 Hz)
- 1x USB-C mit DP-Altmodus und 90 Watt PD
- 2x USB-A (davon 1 mit Fast Charge)
- 1x USB-B (Up)
- 1x 3,5-mm-Klinke
Integriert ist zudem ein KVM-Switch der es erlaubt, am Monitor angeschlossene Peripherie an zwei Geräten gleichzeitig zu nutzen. Hier erweist sich zudem der MultiView-Bildmodus als nützlich: Diese Funktion erlaubt es, die Inhalte von zwei Quellen gleichzeitig auf dem Monitor darzustellen.
Auch hinsichtlich der Ausstattung bleiben kaum Wünsche offen. Der Philips Evnia 32M2N8900 kommt mit einer 4K-UHD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln und erreicht dabei eine Bildrate von satten 240 Hz. OLED-typisch begeistert der Monitor mit einer nahezu nicht vorhandenen Reaktionszeit von 0,03 Millisekunden.
Dabei erreicht das Display maximal 250 Nits Helligkeit im SDR-Betrieb und 450 Nits bei der Darstellung von HDR-Inhalten, bei einzelnen Pixeln sind in der Spitze sogar bis zu 1.000 Nits drin. Als Synchronisierungstechnologie ist der 32M2N8900 NVIDIA G-Sync kompatibel und unterstützt Adaptive Sync.
Dank einer Farbraumabdeckung von 147,5 Prozent sRGB und 99 Prozent DCI-P3, sowie einer Farbgenauigkeit von Delta E <2 eignet sich der Monitor durchaus auch für farbkritische Arbeiten. Philips spendiert dem Display sogar zwei Lautsprecher inklusive DTS-Sound, die jedoch nur einen schwachen Klang bieten und etwas enttäuschen.
Außerdem gibt es eine ganze Reihe intelligenter Bildmodi. Neben einem LowBlue-Modus und der augenschonenden FlickerFree-Technologie sind vor allem die SmartImage-Modi für Spieler interessant. Darunter ein Sniper-Modus mit Zoom, ein Schatten-Boost oder das bekannte Smart Crosshair.
Präzise Bedienung, übersichtliches OSD
- präziser Joystick
- aufgeräumtes On-Screen-Display
Die Bedienung des Philips Evnia 32M2N8900 erfolgt über einen Joystick an der Rückseite des Monitors, mit dem das Display auch ein- und ausgeschaltet wird.
Dieses führt dich zudem durch das On-Screen-Display, das mit einem aufgeräumten und übersichtlichen Design aufwartet. Hier findet sich jeder problemlos zurecht. Auf insgesamt acht Seiten kannst du verschiedene Einstellungen vornehmen.
Von der Helligkeit über den Kontrast bis hin zu den Ambiglow-Einstellungen und der OLED-Pflege kannst du hier alles perfekt einstellen. An der unteren Leiste informiert das On-Screen-Display zudem über die aktuelle Auflösung, Bildrate, Eingangsquelle und den Bildmodus.
Bildqualität des Philips Evnia 32M2N8900
Gerade im Gaming-Bereich ist ein QD-OLED-Monitor das Maß aller Dinge. Tiefe Schwarzöne, nahezu perfekte Reaktionszeiten und satte Farben machen diese Technologie vor allem für Gamer interessant. Das gilt auch für den Philips Evnia 32M2N8900, der eine exzellente Bildqualität abliefert.
Dank spiegelnder Oberfläche kommen Farben und Details besonders gut zur Geltung. Erfreulicherweise verringert die Beschichtung des Herstellers dabei aber auch Reflexionen, sodass du unter direkter Lichteinstrahlung immer noch alles erkennen kannst – das war beispielsweis beim AOC Agon PRO AG276QZD2 (unser Test) noch ganz anders.
4K-Gaming mit HDR und 240 Hz meistert der 32M2N8900 mit Bravour. Besonders kompetitive Shooter und schnelle Rennspiele profitieren natürlich von der hohen Bildrate, was für ein exzellentes, detailreiches und kontraststarkes Bild sorgt.
Besonders beeindruckend fällt zudem die Farbgenauigkeit aus, was den Monitor auch für Streaming und Videoinhalte zu einer hervorragenden Wahl macht. Erfreulicherweise liegt auch die Helligkeit auf sehr gutem Niveau. Zwar bietet der 32M2N8900 die typischen 250 Nits im SDR-Betrieb und 450 Nits bei HDR-Inhalten, erreicht diese Werte aber auch – anders als viele Konkurrenten – in der Praxis tatsächlich.
Während zudem vielen QD-OLED-Panels, gerade die der ersten Generation, Probleme mit der Ablesbarkeit von Texten haben, leistet sich der Evnia hier auch keine Patzer, was die Schärfe von Text und Farbsäume angeht. Damit eignet sich die Monitor auch perfekt für Office-Aufgaben.
Labortest des Philips Evnia 32M2N8900
Den Philips Evnia 32M2N8900 habe ich natürlich auch dem obligatorischen Labortest unterzogen. Dafür habe ich, wie immer, den Monitor auf seine werkseinstellungen zurückgesetzt und eine Messung mithilfe des Datacolor SpyderX Elite vorgenommen, der das Display unter anderem auf Helligkeit, Gammawerte und Farbdarstellung hin überprüft. Zum Einsatz kam der Standard-Bildmodus im SDR-Betrieb.
Hinsichtlich der Farbraumabdeckung hält sich der Monitor an die Herstellerangaben und deckt den sRGB-Farbraum mehr als vollständig, sowie den DCI-P3-Fabraum zu 98 Prozent ab.
Damit ergibt sich eine Farbtreue von Delta E 1,15 im Durchschnitt, womit der Monitor eine sehr exakte Farbgenauigkeit liefert. Einige Konkurrenten, wie der angesprochene Agon Pro, liefern hier mit Delta E 0,9 aber noch bessere Werte.
Die Gamma-Kurve von 2.2 hält der Philips Evnia 32M2N8900 recht gut ein, gerade in den Mitten zeigen sich aber kleinere Abweichungen hin in dunklere Bereiche. Auch hier ist die Konkurrenz etwas besser aufgestellt. Im OSD kannst zu zudem zwischen verschiedenen Gamma-Einstellungen wählen.
Pluspunkte sammelt der Philips Evnia 32M2N8900 aber, wie bereits erwähnt, hinsichtlich der Helligkeit. Diese liegt im SDR-Betrieb mit gemessenen 252,8 Nits sogar oberhalb der Herstellerangabe und ist damit zwischen 20 und 40 Nits heller als viele Konkurrenten.
Auch die Farb-Homogenität, die die Ausgeglichenheit der Farbdarstellung aufzeigt, liegt auf exzellentem Niveau und leistet sich bei keiner Einstellung Patzer oder starke Abweichungen. Diese liegen maximal bei Dewlta E 2,8 bei 100 Prozent Helligkeit und nehmen ab, je dunkler du das Display einstellst.
Ähnlich gut verhält es sich mit der Luminanz-Homogenität, die die Ausgeglichenheit der Ausleuchtung aufzeigt. Hier liegen die Abweichungen bei maximal 2 Prozent, Unterschiede zwischen 100 Prozent Helligkeit, 83 Prozent, 67 Prozent und 50 Prozent gibt es keine. Die Genauigkeit ist immer dieselbe.
Philips Evnia 32M2N8900 Test: Fazit
Der Philips Evnia 32M2N8900 ist ein herausragender Gaming-Monitor, der sich keine nennenswerten Patzer erlaubt. Insbesondere die Bildqualität des QD-OLED-Panels ist, dank 4K-Auflösung und 240 Hertz überragend.
Bonuspunkte sammelt der Monitor für die Ambiglow-Technologie, die die Immersion merklich erhöht und die moderne Anschlussauswahl samt KVM-Switch. Zu kritisieren gibt es nicht viel. Da wäre der etwas wackelige Standfuß zu erwähnen, genauso wie die nicht vollends überzeugende Verarbeitung am vorderen Rahmen. Aber sonst? Absolut spitze!
Wer einen QD-OLED-Gaming-Monitor mit absolut starker Bildqualität sucht, wird mit dem Philips Evnia 32M2N8900 garantiert zufrieden sein.






