Neben dem Surfer S2 kündigte der Poolroboter-Hersteller AIPER auf der CES 2025 in Las Vegas ebenfalls den AIPER Scuba X1 an. Mit dabei ist allerhand fortschrittliche Technik, wodurch sich die Modellreihe des X1 im höheren Preissegment bewegt. Zur Ausstattung gehören die OmniSense™-Technologie des Herstellers, die eine präzise Hinderniserkennung durch Ultraschallsensoren ermöglichen soll, sowie die WavePath™-Navigation, die eine effiziente Routenplanung erlaubt. Zudem zählt der AIPER Scuba X1 zu den Poolrobotern, die sowohl vorne als auch hinten über Doppelwalzenbürsten verfügen. Dank einer Saugleistung von bis zu 6.600 GPH und verschiedenen Reinigungsmodi, die bis zur Wasserlinie reichen, dürfte er für die meisten Poolbesitzer interessant sein.
Der nachfolgende Bericht klärt, wie sich der AIPER Scuba X1 im Test schlägt und für welche Zielgruppe er geeignet ist. Zu klären ist auch, ob der günstigere AIPER Scuba S1 (unser Test) als preiswertere Alternative ausreicht.
Technische Daten
| Typ | Poolreinigungsroboter |
| Modell | Scuba X1 |
| Farboptionen | Dunkelgrau |
| Ideale Poolart | In Boden eingelassen |
| Mögliche Poolformen | Rechteckig, Rund, Nierenförmig, Zufällig |
| Größe des Pools | 200 m² |
| Geeignetes Poolmaterial | Beton, Fiberglas Vinyl, Fliesen |
| Reinigende Flächen |
Boden, Wand & Wasserlinie |
| Wasserbedingung: Temperatur | 10 °C – 40 °C |
| Wasserbedingung: pH-Wert | 7,0 – 7,8 |
| Wasserbedingung: Chlor | max. 4 PPM |
| Wasserbedingung: NaCl | max. 5.000 PPM |
| Anzahl: Motoren | 4 |
| Anzahl: Sensoren | 14 |
| IP-Schutzklasse | IPX8 |
| Saugleistung | 6600 GPH / 25200 L/h |
| Reinigungsart |
Saugen und doppelte aktive Front-/Heckwalzen |
| Filtrationsspezifikation | Filterkorb + MicroMesh™ Ultra-Feinfilter |
| Filterkorb | 5 L |
| Max. Laufzeit | ca. 3 Stunden |
| Ladezeit | ca. 4 Stunden |
| Akku-Größe | 7.800 mAh |
| Abmessungen (L x B x T) | 487 x 420 x 245 mm |
| Preis |
€ 1.499,00 * |
Lieferumfang
- Beinhaltet neben Poolroboter samt Netzteil auch ein Greifhaken
- Ladedock inklusive, welches aus vier Einzelteilen besteht
- Übliche Unterlagen in türkisfarbenen Umschlag
Was die Lieferung betrifft, so umfasst diese neben dem Poolroboter selbst auch das dazugehörige Netzteil und einen türkisfarbenen Greifhaken. Hinzu kommen die üblichen Unterlagen, die sich auf eine Infokarte, eine Bedienungsanleitung und eine Schnellstartanleitung verteilen. Zu guter Letzt gesellt sich das Ladedock dazu, das zunächst einmal zusammengebaut werden muss. Es besteht nämlich aus vier Einzelteilen.
Optik & Verarbeitung
- Voluminöses Gehäuse mit einer Vielzahl von Motoren und Sensoren
- Doppelwalzenbürsten an der Vorder- wie auch Rückseite vorhanden
- Hochwertige Verarbeitung, jedoch schwerfällige Öffnung des Gehäusedeckels
Im Gegensatz zum AIPER Scuba S1 präsentiert sich der Scuba X1 deutlich voluminöser und bringt zudem noch einige Kilogramm mehr auf die Waage. Das ergibt natürlich Sinn, denn mehr Motoren bzw. Sensoren führen zu zusätzlichem Gewicht. Wie bei Geräten in diesem Preissegment üblich, sind auf beiden Seiten die Raupenketten und auf der anderen Seite die Doppelwalzenbürsten zu sehen. Erwähnenswert dabei ist, dass der AIPER Scuba X1 diese sowohl vorne als auch hinten mitbringt. Ansonsten finden sich die für AIPER typischen Akzente in Türkis, beispielsweise an den Ringen auf der Vorderseite und am Griff des großen Filterkorbs.
Die Unterseite verfügt über eine große Absaugöffnung und eine gummierte Leiste, die ebenfalls zur Bodenreinigung beiträgt. Im Blickfeld erscheinen erneut die Doppelwalzenbürsten – ergänzt durch die Pins für das Ladedock, das Typenschild und eine großflächige Wasserablaufklappe.
In puncto Verarbeitung gibt es für uns nichts zu kritisieren. Alle Komponenten machen einen wertigen Eindruck und fügen sich nahtlos ineinander. Die Bedienung über den einzelnen Taster erweist sich als intuitiv und auch die inneren Komponenten, wie der Filterkorb, sind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Einzig der Clip zum Öffnen des Gehäusedeckels ist beim AIPER Scuba X1 vergleichsweise schwergängiger als beim AIPER Scuba S1. An dieser Stelle muss man also etwas mehr Kraft aufwenden, bis sich der Deckel vom Gehäuse löst.
Ausstattung
- Rund 30 % mehr Saugleistung als der Scuba S1
- 7.800 mAh starker Akku sorgt für eine Laufzeit von bis zu 3 Stunden
- Filterkorb mit Mehrschichtstruktur zum Auffangen von Mikroschmutz
Betrachten wir nun die Technik des AIPER Scuba X1 genauer. Im Vergleich zum Scuba S1 hat der Hersteller hier sichtbar aufgerüstet. Folglich verfügt der X1 nun über vier Motoren und 14 im Gehäuse verbaute Sensoren. Die Saugleistung ist ebenfalls auf 25.200 Liter pro Stunde angewachsen, was eine Mehrleistung von gut einem Drittel im Vergleich zum S1 bedeutet. Allerdings fordert mehr Technik, die Strom verbraucht, auch ihren Tribut. Damit dem Poolroboter nicht direkt das Licht ausgeht, hat AIPER einen Akku mit einer Kapazität von 7.800 mAh verbaut. Dieser reicht für eine Laufzeit von rund drei Stunden, sodass sich der Poolroboter auch für größere Pools mit bis zu 200 m² eignet. Genügend Platz für Schmutz ist allemal vorhanden, denn der Filterkorb besitzt nicht nur eine integrierte 5 mm dicke Mehrschichtstruktur für Mikroschmutz, sondern hat auch ein Fassungsvermögen von fünf Litern.
Zur Navigation und Hinderniserkennung setzt der Hersteller patentierte Technik wie WavePath™ 3.0 und OmniSense™ ein, um die besten Wege zu ermitteln und verschiedenste Pooltypen ideal abzudecken. Mit Waveline™ 2.0 soll zudem die Reinigung auf Höhe der Wasserlinie optimiert worden sein. In Verbindung mit der App stehen außerdem fünf Reinigungsmodi zur Verfügung. Mit dem Poolroboter selbst lassen sich vier verschiedene Programme auswählen.
Wenn es um das einfache Aufladen geht, ist das Ladedock ein komfortables Extra, das vom Hersteller mitgeliefert wird. Sobald das Netzteil angeschlossen ist, wird der Poolroboter nach dem Reinigungsvorgang einfach von oben auf das Dock aufgesetzt und automatisch aufgeladen. Diese Lösung sieht nicht nur eleganter aus, sondern spart auch Platz und vermindert lästigen Kabelwirrwarr.
Für das ultimative Erlebnis kann man noch einen draufsetzen und sich den Caddy des Herstellers holen. In diesem Fall muss man den Roboter nicht einmal mehr zum Pool tragen. Spannender dürfte für Besitzer des AIPER Scuba X1 vielmehr die HydroComm-Serie bzw. das HydroComm Pro sein. Gerade letzteres ist ein intelligentes Messgerät für den pH-Wert und die Temperatur, welches gleichzeitig mit dem Poolroboter „kommuniziert”. Schließlich klappt eine WLAN- bzw. Bluetooth-Verbindung unter Wasser bekanntlich nicht, wodurch sich das Problem umgehen ließe.
App-Umfang
- Simple App mit moderner Benutzeroberfläche
- Guter Funktionsumfang zum Steuern des Poolroboters
- Deutsche Übersetzungen in manchen Bereichen etwas holprig
Zur Steuerung des AIPER Scuba X1 bietet der Hersteller zusätzlich eine App mit weiteren Funktionen für den Poolroboter an. Die App steht sowohl für Android wie auch für IOS zur Verfügung. Sobald der Account beim Hersteller eingerichtet ist und der Poolroboter per QR-Code oder Bluetooth gekoppelt wurde, lässt er sich sofort ohne Einschränkungen nutzen.
Die Funktionen der App im Zusammenspiel mit dem AIPER Scuba S1 ermöglichen die Remote-Steuerung der Reinigungsmodi sowie die Festlegung des Navigationsmusters. Praktisch ist zudem die Planungsfunktion für Reinigungsvorgänge, durch die der Roboter mehrere Tage im Pool bleiben und zu einer bestimmten Tageszeit aktiv werden würde. Über die App erhalten wir außerdem Einblick in alle relevanten Informationen zu den Verbrauchsmaterialien und haben Zugriff auf die Aufzeichnungen der vergangenen Reinigungsvorgänge.
Wie im Test des AIPER Surfer S2 bereits aufgezeigt, wirkt die Benutzeroberfläche der App modern und zeitgemäß. In kürzester Zeit dürfte sich jeder zurechtfinden, wenngleich sich an manchen Stellen noch verbesserungswürdige Übersetzungen finden lassen.
Praxistest
- Starkes Reinigungsergebnis, auch dank Einsatz des Ultra-Feinfilters im Filterkorb
- Zuverlässige Routenführung durch das Becken
- Hinderniserkennung an den Wänden weiter optimierungsbedürftig
Die Testumgebung
Für unseren Test dient ein Rundbecken, welches mit einer Stahlwand umgeben ist. Der Pool besitzt ein Fassungsvermögen von ca. 19.000 Litern bei einer Höhe von 120 cm sowie einem Durchmesser von 460 cm. Im Folgenden wollen wir untersuchen, ob der AIPER Scuba X1 in der Lage ist, alle Schmutzpartikel vollständig aus dem Pool zu fischen.
Inbetriebnahme
Was den Ladeprozess betrifft, sind wir in zwei Varianten flexibel. Wir können das Ladedock verwenden, bei dem das Netzteil hinten angeschlossen wird, oder das Netzteil direkt am Poolroboter einstecken. Grundsätzlich ist der erste Fall meist komfortabler, da hier nur der Poolroboter aufgesetzt werden muss. Bei Variante Nr. 2 muss man dagegen zunächst die Gummiabdeckung für die Ladeklappe öffnen.
In beiden Fällen wird der Ladevorgang per LED angezeigt. In dessen Nähe befinden sich ebenfalls die Steuermodi. Auswählen lassen sich entweder der Standard-Modus, der alle Elemente umfasst, oder alternativ die einzelnen Bereiche wie Boden, Wand und Wasserlinie.
Während wir uns beim kleinen Bruder Scuba S1 damals noch über das Netzteil ausließen, ist dieses Problem hier nicht mehr vorhanden. Zur Erinnerung: Bei der Aufladung gab es eine Art hochfrequente Tonfolge von sich. In dieser Hinsicht hat AIPER nachgebessert und nun einen leisen Lader spendiert – in der Stille liegt gewiss die Kraft.
Säuberung des Bodens
Im Folgenden gehen wir speziell auf die Reinigungsvorgänge ein, die der AIPER Scuba X1 bereithält. Dabei unterscheiden wir zwischen den Ergebnissen am Boden und an der Wand – hoch bis zur Wasserlinie. Nach dem Aufladen heißt es also direkt: Abfahrt – oder für den Poolroboter: Ab ins kühle Nass!
In ersterem Fall zeigt sich das bereits vorab erwartete positive Resultat. Aktuell filtern wir den Pool mit Sand, weshalb sich einige feine Sandpartikel als Ablagerungen am Boden bilden. Mit dem Ultra-Feinfilter kann der AIPER Scuba X1 diese gekonnt einsaugen. Wer allerdings nur größere Partikel wie Blätter oder Äste absaugen möchte, für den reicht der reguläre Filterkorb vollkommen aus. Auch die Bodennavigation funktioniert präzise, sodass am Ende des Tages keine Schmutzablagerungen zu finden waren. Nur der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass wir über keine besondere Poolform verfügen. Unserer Vermutung nach kann der Poolroboter jedoch auch hier mithilfe seiner Sensoren gezielt Wege finden, um auch andere Poolvarianten adäquat abzudecken.
Säuberung der Wand
Betrachten wir die Wandreinigung nun genauer: In diesem Bereich kann der AIPER Scuba X1 deutlich besser punkten und seinen kleinen Bruder, den Scuba S1, in den Schatten stellen. Rückblickend betrachtet konnte der Scuba S1 vermutlich aufgrund der aufgeschütteten Ecken aus Sand nicht jede Wand erklimmen. Das funktioniert beim X1 tatsächlich anders, sodass die unterschiedlichen Auffahrwinkel dem Poolroboter hier keine Probleme bereiten.
Das Reinigungsergebnis an der Wand bzw. an der Wasserlinie ist ebenso beeindruckend wie das am Boden. Wir konnten im Nachgang keine Stellen feststellen, an denen Schmutz zurückgeblieben ist. Verblüffend war allerdings, dass der Roboter, obwohl AIPER mit vielen Sensoren wirbt, kurzerhand die Poolleiter küssen wollte. Dennoch kam es während der bisherigen Reinigungsvorgänge hier nicht zu einem Festfahren. Das Ereignis führte jedoch kurz zu Erstaunen.
Fest steht also: Das Ergebnis der Säuberung von der Wand bis zur Wasserlinie entspricht den Angaben von AIPER. Lediglich die Hinderniserkennung könnte der Hersteller mit einem weiteren Firmware-Upgrade vermutlich noch einmal optimieren.
Reinigung
- Einfacher Reinigungsprozess dank großen Filterkorb
- Filterkorb ist mehrteilig, Ultra-Feinfilter lässt sich entnehmen
- Ausspülen aller Komponenten mit Gartenschlauch ist möglich
In puncto Reinigung des Filterkorbs und Handhabung ist der AIPER Scuba X1 mit anderen Poolrobotern in seiner Preisklasse vergleichbar. Um den Poolroboter zu säubern, muss man den hinteren Teil des Gehäusedeckels anheben und dann den türkisfarbenen Henkel des Filterkobs nach oben ziehen. Im Anschluss hält man auch schon den Filterkorb in der Hand, der sich durch Drücken des Verschlussknopfs öffnet. Hier ist zu beachten, dass der AIPER Scuba X1 über zwei verschiedene Arten von Filterelementen verfügt. Beim weißen Aufsatz handelt es sich um einen Ultra-Feinfilter. Dieser lässt sich einfach nach oben herausziehen und im Anschluss können beide Einzelteile mit dem Gartenschlauch ausgespült werden.
Das Einsetzen des mehrteiligen Filterkorbs erfolgt in entgegengesetzter Reihenfolge. Unterm Strich lässt sich sagen, dass der AIPER Scuba X1 einen soliden Reinigungsprozess integriert hat, der vom Aufwand her moderat ausfällt. Einzig die bereits erwähnte Verriegelung zum Öffnen des Gehäusedeckels macht einen recht schwerfälligen Eindruck.
AIPER Scuba X1 Test: Fazit
Mit dem AIPER Scuba X1 bringt der Hersteller ein deutlich stärkeres Modell auf den Markt, dessen Technik den Scuba S1 klar übertrifft. So kommen unter anderem diverse weitere Sensoren zum Einsatz, die maximale Saugleistung wurde erhöht und die App-Anbindung bietet zahlreiche zusätzliche Funktionsmöglichkeiten. Was das Reinigungsergebnis betrifft, konnte der Poolroboter sowohl am Boden als auch an den Wänden bis zur Wasserlinie überzeugen. Dank der Verwendung des Ultra-Feinfilters haben auch Betreiber einer Sandfilteranlage einen zusätzlichen Mehrwert, da sich hier insbesondere mehr Schmutz im Filterkorb ablagert. Obendrein bleibt die Bedienung des Poolroboters über die einzige Taste am Gerät simpel und intuitiv.
Unter den Optimierungsaspekten fällt lediglich die umständliche Öffnung des Gehäusedeckels auf. Demgegenüber funktioniert die Hinderniserkennung im Umgang mit Menschen zuverlässig. Nichtsdestotrotz streifte der Scuba X1 in unserem Test kurz die Poolleiter während des Reinigungsvorgangs. Hier könnte AIPER den Sachverhalt nachträglich per OTA-Update gerne weiter optimieren.
Abschließend stellt sich die Frage, für wen sich der Kauf des AIPER Scuba X1 lohnt. Hierbei spielen in erster Linie die Poolform und der Reinigungsaufwand eine Rolle. Wer einen größeren Pool hat und vor allem häufig mit feinfühligen Schmutzpartikeln wie Sand, Haaren oder Staub zu kämpfen hat, wird mit dem Ultra-Feinfilter vermutlich glücklicher sein. Für einfache Pools mit moderaten Wänden dürfte auch die preiswerte Klasse, wie sie beim AIPER Scuba S1 zu finden ist, geeignet sein. Am Ende des Tages ist es natürlich immer eine Frage des Geldbeutels und des gewünschten Komforts. Für beide Fälle hält der Hersteller AIPER durchaus gelungene Lösungen bereit.

VORTEILE
- Starkes Reinigungsergebnis
- Filterkorb mit Einsatz zur Feinfilterung
- Zeitgesteuerte Reinigungsmodi möglich
- Smarte App mit weiteren Optionen
NACHTEILE
- Schwerfällige Verriegelung am Gehäusedeckel
- Hinderniserkennung weiter ausbaufähig
Fazit
Mit dem AIPER Scuba X1 pru00e4sentiert der Hersteller einen smarten Poolreinigungsroboter, der selbst kleinste Partikel gru00fcndlich einsaugt. In Kombination mit einer Vielzahl weiterer technischer Features bietet er eine Menge Komfort, was sich allerdings auch im Preis niederschlu00e4gt.