Mova V50 Ultra Complete im Test: Flaggschiff mit Heißwasser

Simon Lüthje
Simon Lüthje · 14 Minuten Lesezeit
Verpackung des MOVA V50 Ultra Complete Saug- und Wischroboters auf Teppich im Wohnzimmer

Das noch junge Unternehmen Mova greift mit dem V50 Ultra Complete nach der Saugroboter-Krone und verspricht eine technische Revolution. Als Dreame-Tochter profitiert die 2024 in Deutschland gestartete Marke von jahrelanger Entwicklungsexpertise, will aber mit eigenen Innovationen den etablierten Platzhirschen Paroli bieten. Das Flaggschiff kombiniert 24.000 Pa Saugleistung mit einer echten Weltneuheit: 50°C Heißwasser-Wischfunktion direkt im Roboter. Dazu kommen eine einfahrbare Navigation für 8,9 cm flache Unterfahrten und ein StepMaster-System, das bis zu 6 cm hohe Hindernisse überwinden soll. Nach rund 50 Fahrten zeigen wir in unserem Test, was das ambitionierte Flaggschiff wirklich kann und wo der Mova V50 Ultra Complete an technische Grenzen stößt.

Mova V50 Ultra Complete: Technische Daten im Überblick

Kategorie Spezifikation
Saugleistung 24.000 Pa (max), 4 Stufen
Wischsystem Dual-Mopp rotierend, 50°C Heißwasser, DuoSolution-System
Navigation dToF-Laser einfahrbar + AI-Kamera + 3D-Structured Light + LED
Bauhöhe 11,05 cm normal / 8,9 cm (FlexiRise eingefahren)
Hindernisüberwindung StepMaster bis 6 cm (4,2 cm einfach + 1,8 cm stufenweise)
Akkulaufzeit 220 Minuten (Herstellerangabe)
Behälter Roboter 300 ml Staub, 80 ml Wasser
Behälter Station 3.200 ml Staub, 4.000 ml Frisch-/3.500 ml Abwasser
Besonderheiten TroboWave DuoBrush, Pet-Odor-Solution-Tank, UV-Sterilisation
App-Steuerung Mova Home App, Alexa, Google Assistant, Matter-Support
Preis 1.299 € UVP, häufig für 1.199 € erhältlich

Auspacken: Nachhaltigkeit trifft auf Zubehör-Wahnsinn

Während viele Hersteller ihre Roboter in Styropor-Wüsten verpacken, setzt das Unternehmen auf durchdachtes Karton-Engineering. Jedes Teil hat seinen festen Platz, Plastik wird weitestgehend vermieden. Roboter und Station sind in Vlies-Beutel gehüllt – das macht einen deutlich professionelleren Eindruck als die üblichen Verpackungsorgien.

Schon beim Öffnen des Zubehör-Kartons wird klar: Mova meint es ernst mit dem „Complete“ im Namen. Der Zubehör-Berg ist schlicht überwältigend und rechtfertigt den Premium-Anspruch. Neben dem Standard-Equipment landen zwölf Wischpads auf dem Tisch. Dazu kommen drei HEPA-Filter, drei Staubbeutel, zwei Ersatzseitenbürsten und eine komplette Ersatz-Hauptbürste. Außerdem sind zwei verschiedene Reinigungsflaschen mit an Bord – eine normale Bodenlösung und eine spezielle Pet-Odor-Mischung für Haushalte mit Haustieren. Mova gibt den Wert des Zubehörs mit etwa 200 Euro an, was realistisch erscheint und locker für ein Jahr ohne Nachbestellungen reicht.

Zubehör des Mova V50 Ultra Complete ordentlich im Karton sortiert
So viel Zubehör sieht man selten – alles sauber sortiert und griffbereit.

Die Hardware macht einen durchaus wertigen Eindruck und hebt sich optisch von der Masse ab. Das weiß-champagnerfarbene Design mit goldenen Akzenten wirkt deutlich hochwertiger als das schwarze Einheitsbrei der meisten Konkurrenten.

Kompletter Lieferumfang des Mova V50 Ultra Complete ausgebreitet
Zwölf Mopps, zwei Reiniger, Filter, Bürsten, Rampe – und natürlich Roboter plus Station.

Die Verarbeitung stimmt durchweg – nichts wackelt, knarzt oder fühlt sich billig an. Besonders die dicken, stark profilierten Räder signalisieren: Hier ist jemand ernsthaft aufs Klettern vorbereitet.

Einrichtung des Mova V50 Ultra Complete: Überraschend schmerzfrei im Test für ein Flaggschiff

Die Installation verläuft erfreulich unkompliziert und zeigt die Reife des Systems. Station aufstellen, Wassertanks mit Frisch- und Abwasser befüllen, Reinigungsmittel in die beiden separaten Kammern einsetzen, kleine Rampe anklicken – und das wars auch schon.

Die App-Verbindung klappt grundsätzlich reibungslos – auch wenn wir erst dachten, der QR-Code sei zwingend nötig. Wir hatten die App einfach direkt im Store heruntergeladen und den Roboter ganz normal eingerichtet – das funktionierte problemlos. Erst später entdeckten wir den QR-Code auf dem Karton, der den Prozess vermutlich noch etwas vereinfacht hätte. Nach Eingabe der WLAN-Daten und einem kurzen Firmware-Update war der V50 Ultra jedenfalls in rund zehn Minuten startklar.

Die erste Kartierungsfahrt durch unsere 50-m²-Testwohnung dauerte etwa 10 Minuten und lieferte beeindruckende Ergebnisse. Allerdings verbrauchte bereits diese Erkundungsrunde 10 % des Akkus – mehr als erwartet, zeigt aber die Intensität der permanenten Sensor-Arbeit. Das Kartierungs-Ergebnis stimmt dafür: Die 2D-Karte ist akkurat, die Raumaufteilung automatisch korrekt erkannt, und die zusätzliche 3D-Perspektive macht visuell einen sehr guten Eindruck.

FlexiRise-Navigation: Innovation mit Lernkurve

Der einfahrbare Laserturm ist das Aushängeschild des V50 Ultra Complete. Statt starr 11 cm hoch zu bleiben, kann der dToF-Sensor komplett ins Gehäuse verschwinden. Dann misst das Gerät nur noch 8,9 cm und passt unter flache Möbel, die sonst tabu sind. Eine LED-Leuchte springt automatisch an, damit die Kamera auch in stockfinsteren Bereichen unter Möbeln problemlos navigiert.

Die Sensor-Kombination aus LiDAR, 3D-Kamera und KI arbeitet grundsätzlich präzise. Kabel werden erkannt und umfahren, Hindernisse tauchen automatisch in der App-Karte auf und werden für künftige Fahrten gespeichert. Clever ist die Objekterkennung mit prozentualen Wahrscheinlichkeiten – bei Unsicherheiten kann man nachträglich korrigieren und dem Roboter beibringen, wie er mit bestimmten Hindernissen umgehen soll.

In der Praxis funktioniert FlexiRise gut, braucht aber Nachhilfe. Die vollautomatische Erkennung niedriger Passagen klappt noch nicht perfekt – in der App sollte man manuell definieren, welche Bereiche unterfahrbar sind. Das ergibt durchaus Sinn, weil ein 1.200-Euro-Roboter nicht blind unter unbekannte Möbel kriechen sollte.

Trotzdem nervt’s, weil „automatisch“ anders klingt. Einmal richtig konfiguriert, bringt das System für gründliche Reinigung aber echten Mehrwert.

StepMaster-System Test: Der Mova V50 Ultra Complete ist ein wahrer Kletterkünstler

Deutlich beeindruckender und in der Praxis zuverlässiger funktioniert das StepMaster-Kletter-System, das in unserem Test vollständig überzeugen konnte. Das System kann seitliche „Staksen“ ausfahren und stemmt damit den kompletten Roboter über beachtliche Hindernisse hinweg. Einzelne Türschwellen bis 4,2 cm sind absolut kein Problem, bei stufenweisen oder doppelten Übergängen schafft er sogar die beworbenen 6 Zentimeter. Unsere Testschwelle von genau 6 cm Höhe hat er locker gemeistert, nachdem wir sie in der App als „überquerbar“ markiert hatten.

Das Schauspiel beim Klettern ist technisch echt cool. Die mechanischen Beine fahren kraftvoll aus, der gesamte Roboter hebt sich ruckartig aber kontrolliert an und rollt souverän über das Hindernis. Die Aufwärtsbewegung funktioniert präzise, nur die Landung auf der anderen Seite könnte etwas sanfter ausfallen. Ein kleiner Dämpfer oder eine langsamere Absenkung wäre das i-Tüpfelchen für die ansonsten exzellente Kletter-Performance.

Mova V50 Ultra Complete überquert erhöhte Fliesenstufe
Türschwelle? Kein Problem – der Roboter zieht sich dank StepMaster souverän nach oben.

Das Feature macht lästige Rampen meist völlig überflüssig. Für Altbauwohnungen mit traditionell höheren Türschwellen bringt das echten Mehrwert und erschließt bisher unzugängliche Räume.

Saugleistung des Mova V50 Ultra Complete im Test: 24.000 Pa im Praxistest

Die 24.000 Pascal sind keine leeren Werbeversprechen. Das zeigt sich schon beim ersten Durchgang deutlich. Der V50 Ultra packt praktisch alles, was ihm in die Quere kommt. Auf Hartböden wie auf kurzflorigen Teppichen arbeitet er gründlich und macht ordentlich sauber. Selbst die Mäusegerste-Samen, die unser Hund ständig reinschleppt und die sich gerne im Teppich verhaken, zieht er problemlos raus.

Die vier Saugstufen „Leise“, „Standard“, „Turbo“ und „Max“ unterscheiden sich deutlich. „Leise“ reicht für den täglichen Krümelkram und arbeitet angenehm ruhig. „Standard“ wird schnell zum Favoriten für normale Reinigungen. „Turbo“ und „Max“ sind richtig kraftvoll, dafür aber entsprechend laut – perfekt für die gründliche Wochenend-Reinigung.

Das TroboWave DuoBrush-System mit zwei gegenläufig rotierenden Gummiwalzen hält sein Anti-Hair-Wrap-Versprechen ein. Selbst nach 50 Testfahrten mit Hund und langen Menschenhaaren blieb die Hauptbürste erstaunlich sauber. Nur vereinzelt verfingen sich besonders lange Haare – eine echte Arbeitserleichterung im Alltag.

Der Preis für die Power zahlt der Akku. Eine gründliche Reinigung unserer 50-m²-Testwohnung kostete etwa die Hälfte der Akkukapazität. Überraschend dabei: Die verschiedenen Saugstufen beeinflussen den Energieverbrauch kaum. Die permanente Sensorik-Arbeit scheint der eigentliche Energiefresser zu sein.

Heißwasser-Wischen: Der spürbare Unterschied

Hier zeigt sich das wichtigste Alleinstellungsmerkmal des V50 Ultra Complete. Während andere Hersteller nur ihre Stationen beheizen, zieht sich der Mova-Roboter bis zu 50 Grad warmes Wasser direkt aus der Basis und wischt damit während der gesamten Fahrt. Das ist technisch clever gelöst und macht einen merklichen Unterschied.

Eingetrocknete Flecken wie Ketchup oder verschütteter Kaffee lösen sich deutlich besser als mit kaltem Wasser. In unserem Ketchup-Test blieben nur in einer Fliesenfuge minimale Reste zurück – das rechtfertigt das Feature eindeutig.

Die automatische Schmutzerkennung funktioniert zuverlässig und passt das Reinigungsverhalten an. Hartnäckige Flecken fährt der Roboter mehrfach an und erhöht dabei Wasserzufuhr und Anpressdruck. Bei stark verschmutzten Mopps kehrt er sogar vorzeitig zur Station zurück und reinigt sie mit 80 Grad heißem Wasser.

Die rotierenden Dual-Mopps arbeiten mit ordentlich Anpressdruck. Einer fährt seitlich aus, um Kanten besser zu erreichen. In schwierigen Ecken bleibt trotzdem meist ein schmaler Streifen ungereinigt – für den Hausgebrauch völlig okay, Perfektionisten müssen gelegentlich nachhelfen.

DuoSolution-System: Doppelt hält besser, besonders mit Haustieren

Das zweigeteilte Reinigungsmittelsystem ist wirklich durchdacht. Tank A nimmt den Standard-Allzweckreiniger auf, Tank B eine spezielle Pet-Odor-Solution gegen Tiergerüche. In der App lässt sich einstellen, wann die Haustier-Lösung verwendet wird – gar nicht, einmal wöchentlich oder bei jedem Durchgang.

Reinigungsmittel und Reinigungsmitteltank vor der Station eines Saugroboters
Reinigungsmittel und passender Tank: Der MOVA V50 Ultra bringt neben einem Universalreiniger auch eine Geruchslösung für Tierhaushalte mit – beides kommt in den separaten Reinigungsmitteltank der Station.

Für Haushalte mit Hunden oder Katzen ist das praktisch, weil die automatische Dosierung das lästige manuelle Mischen erspart. Besonders clever: Die wochenweise Nutzung sorgt für Grundhygiene, ohne die teurere Speziallösung zu verschwenden.

Als Bonus gibt’s noch eine Haustierfunktion, die automatisch Fotos und GIFs von Roboter-Haustier-Begegnungen erstellt. Ein nettes Gimmick ohne praktischen Nutzen, das aber für gelegentliches Schmunzeln sorgt.

Saugroboter fährt an einem liegenden Hund vorbei
Keine Angst vorm Roboter: Der MOVA V50 Ultra weicht auch flauschigen Mitbewohnern souverän aus.

App-Steuerung: Viel hilft viel – manchmal zu viel

Die Mova Home App packt wirklich alles rein, was technisch möglich ist. Neben den Standard-Features wie Zeitplänen und Sperrzonen gibt’s individuelle Reinigungsintensitäten, CleanGenius-Modus und Live-Kamera. Die deutschen Übersetzungen sind stellenweise noch holprig und können ein bisschen verwirrend sein, funktional läuft aber alles. MIt der Zeit gewöhnt man sich dran und weiß was gemeint ist.

Das Problem: Die Funktionsflut kann Einsteiger schnell überfordern. Wichtige Features verstecken sich in Untermenüs, Technik-Fans freuen sich über die Anpassungsvielfalt, Gelegenheitsnutzer könnten durchaus etwas überfordert sein.

Besonders wichtig ist die manuelle Konfiguration von überquerbaren Schwellen und niedrigen Zonen für FlexiRise. Das braucht Einarbeitungszeit, aber ohne diese Nacharbeit bleiben viele Innovationen ungenutzt.

Ein Navigationsbug zeigte sich in unserem Test: Es gab eine etwas engere Stelle zwischen Möbelstücken, in die der Roboter bei der proaktiven Reinigungsplanung partout nicht hineinmanövrieren wollte. Setzte man ihn jedoch manuell dahinter und rief ihn zur Station zurück, fand er problemlos und ohne Zögern den direkten Weg zurück. Das deutet auf Schwächen im vorausschauenden Routenplaner hin, die sich durch clevere Software-Updates beheben lassen sollten.

All-in-One-Station: Rundum-Sorglos-Paket mit Liebe zum Detail

Die Reinigungsstation rechtfertigt den „Ultra Complete“-Namen vollständig. Nach jeder Fahrt werden die Wischmopps automatisch mit 80 Grad heißem Wasser gespült und anschließend mit warmer Luft getrocknet. Zusätzlich sterilisieren UV-Lampen sowohl Mopps als auch Staubbeutel.

Das Ergebnis dieser aufwendigen Selbstreinigung überzeugt. Die Mopps kommen stets sauber, trocken und geruchlos raus, wobei die intelligente Schmutzerkennung die Reinigungsintensität automatisch anpasst. Bei besonders dreckigen Mopps wird entsprechend länger gespült. Zur gelegentlichen Wartung lässt sich ein kleines Filterbecken komplett entnehmen.

Zwei runde Wischmopps unter einem Saug- und Wischroboter
Die rotierenden Mopps des MOVA V50 Ultra sorgen für gründliche Bodenreinigung – auch bei festgetrocknetem Schmutz.

Die automatische Staubentleerung funktioniert zuverlässig, und der großzügige 3,2-Liter-Staubbeutel reicht im Schnitt für etwa 70 Tage.

Hand hält Staubbeutel mit Halterung in Reinigungsstation eines Saugroboters
Der Staubbeutel der Reinigungsstation lässt sich samt Halterung einfach entnehmen oder wieder einsetzen.

Alles läuft automatisch ab – man muss nur je nach Nutzung gelegentlich Frischwasser nachfüllen und das Schmutzwasser entleeren. Zwar sind auch die Wassertanks recht groß dimensioniert, in der Praxis muss das Wasser jedoch dennoch vergleichsweise häufig gewechselt werden – vor allem bei regelmäßiger Wischfunktion. Praktisch: Die Mopps lassen sich einfach in der Waschmaschine reinigen.

Geöffnete Reinigungsstation mit entnommenem Abwassertank links und Frischwassertank rechts
Der braune Abwassertank (links) wird aus der Reinigungsstation herausgenommen – rechts ist der transparente Frischwassertank zu sehen.

Schwachstellen: Wo Software-Updates dringend helfen müssen

Nach über 50 Testfahrten kristallisieren sich einige Schwächen heraus, die größtenteils Software-bedingt sind. Die FlexiRise-Funktion arbeitet zwar zuverlässig, erfordert aber entgegen der Marketing-Versprechen manuelle Definition der unterfahrbaren Bereiche in der App. Was als vollautomatische Funktion beworben wird, braucht definitiv Nutzer-Input.

Der Mova V50 Ultra Complete ist gründlich, aber nicht der schnellste. Die KI-Schmutzerkennung verlängert Reinigungsdurchgänge merklich, wenn verschmutzte Stellen mehrfach angefahren werden. Das verbessert das Ergebnis, kostet aber Zeit.

Die App-Komplexität und teils ungelenken deutschen Übersetzungen können überfordern. Bei maximaler Saugstufe wird es deutlich hörbar – wer leisen Betrieb will, sollte bei niedrigeren Stufen bleiben.

Konkurrenzvergleich

Der Mova V50 Ultra Complete liegt preislich auf Augenhöhe mit Flaggschiffen wie dem Roborock S8 Pro Ultra oder dem Dreame X50 Ultra Complete und bietet dafür ein rundum ausgestattetes Komplettpaket. Gegenüber dem Dreame-Verwandten bietet er sogar zusätzliche Extras wie das DuoSolution-System und die Warmwasser-Wischfunktion direkt im Roboter.

Hardware-seitig spielt der Mova in der Oberklasse mit und übertrifft die Konkurrenz teilweise sogar. Der umfangreiche Lieferumfang rechtfertigt den Aufpreis gegenüber günstigeren Alternativen. Einzig bei der Software-Reife hinkt Mova den etablierten Marken wie Roborock noch hinterher. Hier zahlt sich jahrelange Markt-Erfahrung aus, während Mova als junger Anbieter noch lernen muss.

Gegen den hauseigenen P50 Pro Ultra punktet der V50 Ultra mit den Warmwasser-Features, besserem Lieferumfang, höherer Saugleistung und zusätzlichen Komfort-Funktionen. Wer innovative Features schätzt, bekommt deutlich mehr Roboter für den Preis.

Fazit: Echte Ambitionen und solides Fundament

Der Mova V50 Ultra Complete zeigt in unserem Test eindrucksvoll, dass auch Newcomer schnell zu etablierten Größen aufschließen können – zumindest hardware-seitig. Die 24.000 Pa Saugleistung überzeugen in der Praxis vollständig, das StepMaster-System meistert souverän 6-cm-Hindernisse, und das TroboWave Anti-Hair-Wrap System hält seine Versprechen ein. Das echte Alleinstellungsmerkmal ist aber die Warmwasser-Wischfunktion direkt im Roboter – hier ist Mova tatsächlich Vorreiter und der spürbare Unterschied bei hartnäckigen Flecken rechtfertigt das Feature eindeutig.

Ganz klar hervorzuheben ist der außergewöhnlich umfangreiche Lieferumfang, der dem „Complete“ im Produktnamen alle Ehre macht. Zwölf Wischpads, Ersatzfilter und das clevere DuoSolution-System machen Nachkäufe für bestimmt ein Jahr überflüssig (natürlich bestimmt das Nutzerverhalten mit). Die All-in-One-Station arbeitet vorbildlich gründlich und hygienisch.

Die Schwächen liegen klar in der Software-Abstimmung. FlexiRise setzt unserer Erfahrung nach eher auf manuelle Konfiguration statt vollautomatischer Erkennung, die App-Komplexität kann überfordern, und die deutschen Übersetzungen sind teils verwirrend. Das sind aber lösbare Kinderkrankheiten eines ambitionierten Systems.

Empfehlenswert ist der V50 Ultra Complete eher für technikaffine Nutzer und Haushalte mit hohen Reinigungsansprüchen, die innovative Features zu schätzen wissen und bereit sind, bei der Konfiguration mitzuhelfen. Wer Plug-and-Play-Komfort erwartet, sollte noch auf Software-Updates warten. Die technische Basis für einen echten Spitzenroboter ist aber definitiv gelegt – jetzt muss Mova unserer Meinung nach, noch ein bisschen an der Software schrauben.

MOVA V50 Ultra Complete Gold Award

VORTEILE

  • herausragende Saugleistung mit 24.000 pa
  • Warmwasser-Wischfunktion
  • umfangreicher Lieferumfang
  • StepMaster-System überwindet tatsächlich bis zu 6 cm hohe Hindernisse
  • TroboWave Anti-Hair-Wrap funktioniert zuverlässig
  • FlexiRise ermöglicht 8,9 cm flache Unterfahrten
  • Hygienische Station mit UV-Sterilisation und 80°C Reinigung
  • DuoSolution-System für Tierhaushalte einzigartig

NACHTEILE

  • FlexiRise und StepMaster brauchen manuelle App-Konfiguration
  • App-Komplexität kann Einsteiger ein wenig überfordern
  • Akkulaufzeit ist wirklich nicht herrausragend

Detailbewertung

Saugleistung 95
Wischleistung 95
Navigation 85
App/Bedienung 82
Wartung/Station 95
Preis-Leistung-Verhu00e4ltnis 90

Fazit

Der Mova V50 Ultra Complete beweist, dass echte Innovation nicht immer von etablierten Marken kommen muss. Die Hardware ist Oberklasse, die Software braucht noch Feinschliff. Mit der richtigen Nachbearbeitung hat dieses Flaggschiff das Zeug zum Testsieger u2013 die Grundlagen sind gelegt.

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